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Er hat Schwächen. Er umgeht Vorschriften. Er ist Chef von einem großen Harem. Dennoch ist vielen Italienern ihr Premierminister nicht peinlich. Von Roberto Saviano

Der italienische Autor Roberto Saviano (31) wird von der Mafia bedroht

Warum schätzen und lieben die Italiener Silvio Berlusconi noch immer – trotz seiner Skandale und Prozesse?

Lange Zeit haben ausländische Beobachter und Medien Berlusconi als eine Art Karikatur missverstanden. Das war ein Fehler, genauso wie der, ihn als Ergebnis einer politisch schwierigen Phase anzusehen, ihn als sympathischen und ein wenig bauernschlauen Unternehmer zu beschreiben. Der eigentliche Irrtum bestand darin, ihn nie ernst zu nehmen.

Aber auch die italienischen Medien sind das Problem nie aus der richtigen Perspektive angegangen. Ich glaube, dass die Beziehung zwischen den Italienern und Berlusconi immer noch nicht richtig analysiert worden ist. Eine Beziehung, die sehr viel komplizierter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint, denn die Figur Berlusconi birgt in sich Elemente starker Wahrhaftigkeit.

Jetzt wird man mir sagen: Wie ist das möglich? Ausgerechnet er, der als Meister der Lüge dargestellt wird, als ein Mann mit der unleugbaren Fähigkeit, die Wahrheit zu verdrehen. Wie kann man diesen Menschen mit so etwas wie Wahrhaftigkeit in Zusammenhang bringen? Aber auch wenn ich mich da auf einsamem Posten befinde, möchte ich auf meiner These bestehen. Ja, Berlusconi birgt Wahrhaftigkeit und Wahrheit in sich, weil sich gerade in seinen Widersprüchen, sogar in seiner Unmoral das Land wiedererkennt.

Um deutlicher zu werden: Berlusconi gibt Dinge von sich, die in jedem anderen Land zu einer Staatskrise führen würden. Etwa wenn er sagt: “Lieber ein schönes Mädchen anschauen, als schwul zu sein” oder wenn er auf einem Gruppenfoto mit ausländischen Regierungschefs hinter dem Rücken eines Kollegen seine Finger zu Hörnern formt. Wie um zu sagen, dieser Politiker werde gerade von seiner Ehefrau betrogen!

Und doch werden in Italien solche Ausrutscher als Beweise für die mentale Gesundheit eines Mannes, der zu leben weiß, interpretiert. Berlusconi hat es geschafft, mit seiner Persönlichkeit das Land zutiefst zu spalten.
Wer die Dinge, die er tut, nicht tut oder sie gar ablehnt, wird als Heuchler empfunden. Als einer, der zwar auch gern einem schönen Frauenhintern hinterherschaut, aber nicht aufrichtig genug ist, das auch zu sagen. Viele Italiener denken, dass Berlusconi bei all seinen Verfehlungen im Grunde zutiefst menschlich bleibt. Er zeigt menschliche Schwächen, weil er “einer von uns” ist, und eigentlich “wollen wir sein wie er”. So denken die einen. Und brandmarken dann die anderen als Heuchler und Lügner. Diese Vorstellung mag oberflächlich erscheinen, aber sie ist mit dem Vorwurf verbunden, dass Berlusconis Gegner von der Linken zwar hehre, moralisch einwandfreie Versprechungen gemacht haben, während ihrer Regierungszeit aber die großen Reformen dann doch nicht anpackten.

Die Linke trifft nicht den Bauch des Landes, deshalb ist sie nicht mehr in der Lage, große Leidenschaften zu entfachen. Dabei kann sich der Instinkt der Masse doch durchaus in bürgerliches Engagement und leidenschaftliche Partizipation verwandeln. Aber die italienische Linke schafft es nicht mehr, ihr Katalysator zu sein. Berlusconi hingegen hat es geschafft, wie ein Magnet auf eine Eigentümlichkeit unseres Volkscharakters zu wirken, die man nicht unterschätzen darf. Ich meine den italienischen Individualismus – eine Eigenschaft, die für sich gar nicht schädlich wäre, wenn sie nur mit dem Respekt für Recht und Gesetz einherginge. Denn Regeln und Gesetz brauchen wir, um besser zu leben, sie weisen uns den Weg, um unseren Platz und unser Glück zu finden. Gleichgültig, ob wir Fließbandarbeiter, Unternehmer oder Musiker sind.
Eine sehr italienische Idee hingegen besagt, dass Recht und Gesetz der Selbstverwirklichung und der Freiheit des Einzelnen im Wege stehen. Vor allem im Süden ist es deshalb verbreitet, unter Aufbringung unseres ganzen Talents die Vorschriften zu umgehen. Der Einzelne ist umso tüchtiger, als er es versteht, an den anderen und deren Regeln vorbeizuziehen. Dabei geht es nicht um Wettbewerb, Konkurrenz oder eine andere Form transparenter Auseinandersetzung, sondern um Weiterkommen durch Übervorteilung und Betrug. Nicht umsonst gibt es die These, dass der Süden Grandioses vollbringen könnte, wenn die Mafiosi ihr Talent in legale Machenschaften investieren würden.

Aber genau das ist der Punkt: Wenn das Gesetz als ein Element empfunden wird, das deine Lebensbedingungen verschlechtert, wenn du den anderen als ein Hindernis und nicht als einen Verbündeten auf deinem Weg zu einem besseren Leben verstehst – dann lebst du, wie wir in Italien, in einer Art permanentem Kriegszustand. Krieg gegen die Regeln, Krieg gegen die anderen.

Ein Teil der Italiener empfindet die Einhaltung der Regeln als negativ, für einen anderen Teil bedeutet das Gesetz zu respektieren nur ein nutzloses moralisches Opfer. “Ich bin ehrlich, und deshalb bin ich arm.” Oder: “Ich bin ehrlich, und deshalb mache ich keine Karriere.” Dieser gedankliche Kurzschluss hat für eine beispiellose moralische Ausweglosigkeit in allen Bereichen des Landes gesorgt. Deshalb ist es so schwierig zu verstehen, ob Berlusconi der Grund für unsere Krise ist oder vielmehr eine der Folgen.

Was man nicht abstreiten kann, ist, dass er es geschafft hat, unser Land in den letzten Jahren zum Träumen zu bringen. Er hat es geschafft, uns davon zu überzeugen, dass dank seines Einsatzes eine Welle linker Macht aufgehalten wurde, die große Schäden in der Wirtschaft angerichtet hätte. Vor allem im Nordosten des Landes fühlten sich die Unternehmer nicht von einer Mitte-links-Regierung unterstützt, die nicht in der Lage war, die Steuerlast zu erleichtern und die Steuergesetze zu vereinfachen. Berlusconis Stärke bestand nun darin, die Antriebskraft dieser Unternehmen zu verteidigen oder doch zumindest diesen Eindruck zu erwecken. Vor allem aber überzeugte er das Land davon, dass unter seiner Regierung alle Unternehmer werden könnten. Wer es mit seinem Lohn gerade zum Monatsende schaffte oder vielleicht noch nicht einmal das, konnte in Berlusconi den Traum sehen, selbst ein Unternehmer zu werden und sich so endlich von der Lohntüte zu befreien.

Denn Berlusconi verkörpert den Prototyp des Unternehmers, der die Italiener mit seinem Lächeln verzaubert, mit seinem Erfolg bei den Frauen, mit seiner entwaffnenden Art zu sagen: “Ich bin ein Mann, der viel arbeitet, der dann aber auch das Leben genießt.” Der Italiener erkennt sich in ihm wieder, will ihm ähneln, will werden wie er. Und er träumt, dass er früher oder später selbst ein Unternehmer wird, der die anderen kommandiert, anstatt selbst kommandiert zu werden. Mit dieser Perspektive aber ist er bereit, alles zu ertragen, die Krise, die Ungerechtigkeiten. Und nie gibt er dafür Berlusconi die Schuld, sondern dem allgemeinen Klima oder den Fehlern der Minister, nur Berlusconi ist für nichts verantwortlich zu machen. Wenn ihn die anderen nur arbeiten ließen! Denn er verspricht, was sicher eintreffen wird. Er verkörpert den Traum, auf den keiner verzichten will. Also wird dein Leiden als Arbeiter von heute belohnt werden mit deinem Glück von morgen, wenn du Unternehmer sein wirst. Endlich ein Kollege von Berlusconi, ohne Regeln über dir, und endlich kannst du die Befehle erteilen.

Nicht von ungefähr ist Berlusconi auch der Chef in einem großen Harem. Es ist abwegig zu denken, dass das ganze Land geschockt gewesen wäre, als die Geschichten über seine Feste und seine angeblichen Beziehungen zu sehr viel jüngeren Frauen öffentlich wurden. Als vor zwei Jahren etwa seine Freundschaft zu der gerade erwachsenen Neapolitanerin Noemi ruchbar wurde, lauteten die Kommentare: “Was für ein toller Typ unser Premier! In seinem Alter…” Berlusconi hat um seine Männlichkeit einen Heldenepos geschaffen. Mit den Leuten, die ihn umgeben, spricht er oft darüber, macht Witze.

Alles, damit wir vergessen, dass es hier um einen fast 80-Jährigen geht, der eine Prostataoperation hinter sich hat und dessen Manneskraft weder selbstverständlich noch natürlich ist. Ein Umstand, der Mitleid erregen könnte, er aber schafft es, seine Schwäche in eine Stärke zu verwandeln, omnipotent zu erscheinen. Das ist das Kommunikationsgenie Berlusconi, er teilt uns mit: Ich bin alt und krank, aber meinen Harem befriedige ich trotzdem. Und was einfach nur banale Vulgarität oder gar eine senile Obsession sein könnte, wird eine Kraft, die über sexuelle oder moralische Grenzen hinausgeht. Berlusconi weiß genau, dass sich das Volk auch darin mit dem Herrscher identifiziert.

Er ist das Beispiel, dem alle folgen, aber um ihn herum herrscht totale Leere. Die soziale Durchlässigkeit in unserem Land ist gleich null. Die Menschen sind beherrscht von einem prekären Leben, das ihnen alles nimmt: die Zeit, sich zu bilden, die Zeit sogar für Gefühle. Einer prekären Lebenssituation aber entspricht ein prekäres Lebensgefühl.
Auch die Linke ist in den letzten Jahren nicht frei von Sexskandalen geblieben, manchmal garniert mit der Beteiligung von Transsexuellen und Drogen. Angesichts dessen sagen die Leute: “Na schön, Berlusconi gefallen die Frauen. Wie uns allen. Was soll daran schlecht sein?” Und der nächste Gedanke ist: »Besser Frauen als Transsexuelle und Drogen.« Und das ist der Sieg des Berlusconismus, dass die Leute nicht mehr sagen: “Wir tun gewisse Dinge nicht”, sondern: “Wir tun alles Mögliche, aber das machen doch alle!” Daher kommt eine verheerende Verallgemeinerung: Wenn wir schon alle im Schlamm wühlen und nur noch eklig sind, dann soll wenigstens der Beste gewinnen. Also der Schlauste. Zieht alle den Kopf ein und duckt euch, denn wir sind alle schuldig, wir haben alle unsere Leichen im Keller und unsere Huren im Schrank. Nur der Schlauste schafft es. Wer gegen mich ist, ist nicht besser als ich. Er ist genauso verdorben wie ich, nur nicht so gerissen.

Das Problem mit Berlusconis Frauen ist nicht, dass sie seine Geliebten sind. Es geht nicht um sein Privatleben, sondern darum, dass seine angeblichen Haremsfrauen Ministerin, Abgeordnete, Regionalassessorin werden. Die Selektion der politischen Klasse erfolgt nicht mehr nach Verdiensten, und das verändert das Land durchgreifend. Es ist auch nicht mehr so, dass ein hübsches und intelligentes Mädchen einem ebenso intelligenten, aber nicht so hübschen Mädchen vorgezogen wird, sondern dass ein einziges Element reicht, um nach vorn zu kommen: Schönheit. Und diese Schönheit gibt es auch nur noch in einer Kategorie, denn die Frauen müssen alle große Brüste und hohe Wangenknochen haben. Wenn man genauer hinschaut, sehen sie alle gleich aus.
Ich möchte mit dem Satz des kalabrischen Schriftstellers Corrado Alvaro schließen: “Das Schlimmste, was einer Gesellschaft passieren kann, ist zu denken, dass Ehrlichkeit sinnlos ist.” So ist es bei uns seit über 20 Jahren. Es gibt für die italienische Gesellschaft nur noch zwei Dogmen. Das erste: Ehrlichkeit ist sinnlos. Das zweite: Wer es geschafft hat, kann demnach nicht ehrlich gewesen sein. Egal, ob du einen Bestseller schreibst, Bürgermeister wirst oder Chefarzt.

Das alles macht unser Land zutiefst verbittert und nimmt uns die Hoffnung, es eines Tages verändert und verbessert zu sehen. Und doch ist unsere Tragödie nicht nur ein italienisches Drama. In seinem Meisterwerk Die Haut schreibt Curzio Malaparte: “Wenn ich nach Berlin reise, wenn ich nach London fahre, wenn ich nach Paris fahre oder nach Madrid, finde ich Neapel. Das Schicksal dieser Städte ist es, Neapel zu werden.”

Italien ist heute ein Labor für das, was auch woanders geschehen kann. Und nicht eine sympathische oder lächerliche Ausnahme.

Aufgezeichnet und übersetzt von Birgit Schönau

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“Para ver lo que tenemos delante de las narices”, escribía George Orwell, “se necesita un esfuerzo constante”. Comprender lo que está ocurriendo en Italia parece sencillo y sin embargo es algo muy complejo. Hay que hacer un esfuerzo que coincide con la última posibilidad de no soportar la barbarie. Porque como siempre ocurre, el fango y la censura llegan y la máquina del fango escupe contra todo aquel al que el Gobierno considere enemigo.

La libre circulación de ideas constituye la base de nuestra constitución y es lo mínimo para cualquier democracia que pueda considerarse realizada. Es increíble que, no solo en Italia, haya gente que invierta energía e intervenga no en la narración de los hechos, sino en quien los cuenta. Se invita, por ejemplo, a no contar la situación de emergencia de Nápoles por culpa de las basuras para no deslegitimar a la ciudad: por lo tanto, no son las basuras las que ensucian a la ciudad, sino el que habla de ellas. Se invita a no explicar que en el Norte la ‘Ndrangheta busca constantemente nuevos caminos para entrar en contacto con la Liga, nuevos ámbitos para hacer inversiones. Si no hablas de un problema, no existe. Es una especie de teoría de lo inmaterial, pero en realidad permite comprender lo fundamental que es la necesidad de contar. En 2010, en todo el mundo, fueron asesinados 110 periodistas. Solo en México, en los últimos 14 meses, han sido ejecutados jóvenes que habían abierto blogs, que habían fundado radios, reporteros de los periódicos más importantes. Caídos a manos del narcotráfico, que es hoy el más poderoso del mundo y que ha decidido impedir la comunicación de lo que está pasando en México con una elección totalitaria, en la eliminación sistemática de cualquiera que intente solo contar. La censura, terrible cuando las que la practican son las organizaciones criminales, se vuelve insostenible cuando llega a la sociedad civil.

Es deber y necesidad de los intelectuales, sobre todo en este oscuro momento de Italia, contar, decir que no somos todos iguales, que no hacemos todos las mismas cosas. Es cierto, todos tenemos debilidades y contradicciones, pero el error es distinto del crimen, y la corrupción es distinta de la debilidad. Mientras, se intenta colar el concepto de que todos somos deformes para cubrir las deformidades de algunos y deslegitimar las palabras de quienes se oponen.

Hay una bellísima oración de Tomás Moro: “Dios, ayúdame a tener fuerza para cambiar las cosas que puedo cambiar, para soportar las cosas que no puedo cambiar, pero, sobre todo, dame inteligencia para comprender la diferencia”. Este es el momento en el que nosotros podemos encontrar la fuerza para cambiar y comprender por fin que no debemos creer que todo lo que ocurre es inevitable y, por lo tanto, solo podemos soportarlo.

Traducción de News Clips.

di ROBERTO SAVIANO

Ilda Boccassini

PER VEDERE quello che abbiamo davanti al naso – scriveva George Orwell – serve uno sforzo costante. Capire cosa sta avvenendo in Italia sembra cosa semplice ed è invece cosa assai complessa. Bisogna fare uno sforzo che coincide con l’ultima possibilità di non subire la barbarie. Perché, come sempre accade, il fango arriva. La macchina del fango sputa contro chiunque il governo consideri un nemico. Ieri è toccato al pm di Milano Ilda Boccassini.

L’obiettivo è un messaggio semplice: siete tutti uguali, siete tutti sporchi. Nel paese degli immondi, nessuno osi criticare, denunciare. La macchina del fango, quando ti macina nel suo ingranaggio, ti fa scendere al livello più basso. Dove, ricordiamocelo, tutti stiamo. Nessuno è per bene, tutti hanno magagne o crimini da nascondere. L’intimidazione colpisce chiunque. Basta una condizione sufficiente: criticare il governo, essere considerato un pericolo per il potere. Il fango sulla Boccassini viene pianificato, recuperando una vicenda antica e risolta che nulla ha a che vedere con il suo lavoro di magistrato. Quattro giorni fa il consigliere della Lega al Csm chiede il fascicolo sulla Boccassini. Ieri “il Giornale” organizza e squaderna il dossier. Il pm, che fa il suo mestiere di servitore dello Stato e della giustizia, viene “macchiato” solo perché sta indagando su Berlusconi. Sta indagando sul Potere.

C’è un’epigrafe sulla macchina del fango. Questa: “Qualunque notizia sul tuo privato sarà usata, diramata, inventata, gonfiata”. E allora quando stai per criticare una malefatta, quando decidi di volerti impegnare, quando la luce su di te sta per accendersi per qualcosa di serio… beh allora ti fermi. Perché sai che contro di te la macchina del fango è pronta, che preleverà qualsiasi cosa, vecchissima o vicina, e la mostrerà in pubblico. Con l’obiettivo non di denunciare un crimine o di mostrare un errore, ma di costringerti alla difesa. Come fotografarti in bagno, mentre sei seduto sulla ceramica. Niente di male. E’ un gesto comune, ma se vieni fotografato e la tua foto viene diffusa in pubblico chiunque assocerà la tua faccia a quella situazione. Anche se non c’è nulla di male. Si chiama delegittimazione. Quello che in queste ore la “macchina” cerca di affermare è semplice. Fai l’amore? Ti daranno del perverso. Hai un’amante? Ti daranno del criminale. Ti piace fare una festa? Potranno venire a perquisirti in casa. Terrorizzare i cittadini, rovesciando loro addosso le vicende del premier come una “persecuzione” che potrebbe toccare da un momento all’altro a uno qualsiasi di loro. Eppure il paragone non è l’obiettivo della macchina del fango. Non è mettere sulla bilancia e poi vedere il peso delle scelte. Ma semplicemente serve per cercare di equiparare tutto. Non ci si difende dicendo non l’ho fatto e dimostrandolo, ma dicendo: lo facciamo tutti. Chi critica invece lo fa e non lo dice.

L’altro obiettivo della macchina del fango è intimidire. In Italia il gossip è lo strumento di controllo e intimidazione più grande che c’è. Nella declinazione cartacea e in quella virtuale. L’obiettivo è controllare la vita delle persone note a diversi livelli, in modo da poterne condizionare le dichiarazioni pubbliche. E quando serve, incassarne il silenzio. Persone che non commettono crimini affatto, ma semplicemente non vogliono che la foto banalissima con una persona non sia fatta perché poi devono giustificarla ai figli, o perché non gli va di mostrarsi in un certo atteggiamento. Nulla di grave. Nessuna di queste persone spesso ha responsabilità pubbliche, né viene colta in chissà quale situazione. Eppure arrivano a pagare alle agenzie le foto, prezzi esorbitanti per difendere spesso l’equilibrio della propria vita. Su questo meccanismo si regge il timore di fare scelte, di criticare o di mutare un investimento. Sul ricatto. Il gossip oggi è una delle varianti più redditizie e potenti del racket. Perché il Paese non si accorge di tutto questo?
Berlusconi fa dichiarazioni che in qualsiasi altro paese avrebbero portato a una crisi istituzionale, come quando disse: “Meglio guardare una bella ragazza che essere gay”. Oppure quando fece le corna durante le foto insieme ai capi di stato. Eppure in Italia queste goliardate vengono percepite come manifestazioni di sanità mentale da parte di un uomo che sa vivere. Chi queste cose non le fa, e dichiara di non approvarle, viene percepito come un impostore, uno che in realtà sogna eccome di farle, ma non ha la schiettezza e il coraggio di dirlo pubblicamente. Il Paese è profondamente spaccato su questa logica. Quel che si pensa è che in fondo Berlusconi, anche quando sbaglia, lo fa perché è un uomo, con tutte le debolezze di un uomo, perché è “come noi”, e in fondo “anche noi vorremmo essere come lui”. Gli altri, sono degli ipocriti, soprattutto quando pensano e affrontano un discorso in maniera corretta: stanno mentendo.

Bisogna essere chiari. Le vicende del premier non hanno niente di privato. Riguardano il modo con cui si seleziona la classe politica, con cui si decide come fare carriera. Riguardano come tenere sotto estorsione il governo italiano. Se questo lo si considera un affare privato ecco che chiunque racconti cosa accade è come se stesse entrando nella sfera privata. Che siano sacri i sentimenti di Berlusconi, e speriamo che si innamori ogni giorno, questo riguarda solo lui. Ma l’inchiesta di Milano riguarda altro. La macchina del fango cerca di capovolgere la realtà, la verità. Chi ha creato ricatti cerca di passare per ricattato, chi commette crimini pubblici, cerca di dichiarare che è solo una vicenda privata, chi tiene mezzo paese nella morsa del ricatto delle foto, delle informazioni, delle agenzie, del pettegolezzo, dichiara di essere spiato. L’ha fatto con Boffo, lo sta facendo con Fini, cerca di farlo con la procura di Milano. Il fango è redditizio, dimostra fedeltà al potere e quindi automatica riconoscenza. A questo si risponde dicendo che non si ha paura. Che i lettori l’hanno ormai compreso, che non avverrà il gioco semplice di parlare ad un paese incattivito che non vede l’ora di vedere alla gogna chiunque abbia luce per poter giustificare se stesso dicendosi: ecco perché non ottengo ciò che desidero, perché non sono uno sporco. Questo gioco, che impone di riuscire nelle cose solo con il compromesso, la concessione, perché così va il mondo, e perché tutti in fondo si vendono se vogliono arrivare da qualche parte, l’abbiamo compreso e ogni giorno parlandone lo rendiamo meno forte.

Ho imparato a studiare la macchina del fango dalla storia dei regimi totalitari, come facevano in Albania o in Unione Sovietica con i dissidenti. Nessuno chiamato a rispondere a processi veri, ognuno diffamato, dossierato e condannato in ogni modo per il solo raccontare la verità. Nelle democrazie il meccanismo è diverso, più complesso ed elastico. Quello che è certo è che la macchina del fango non si fermerà. A tutto questo si risponde non sentendosi migliori, ma, con tutte le nostre debolezze e i nostri errori, sentendosi diversi. Sentendoci parte dell’Italia che non ne può più di questo racket continuo sulla vita di chi viene considerato nemico del governo.

Il caos Pd a Napoli. Si è riprodotta la dinamica principale delle elezioni nel sud Italia: il voto di scambio. Una brutta figura. E un’occasione perduta: quella di poter vedere come candidato Raffaele Cantone, un magistrato in prima linea contro la camorra
di ROBERTO SAVIANO

Sostenitori di Cozzolino davanti alla sede PD

LE PRIMARIE di Napoli sono state davvero un grande caos, forse addirittura un’occasione persa e una brutta figura. Non è sembrata una grande festa della partecipazione ma si è riprodotta la dinamica principale delle elezioni nel sud Italia: il voto di scambio. Una brutta figura in quanto, gran parte dei candidati a divenire il candidato-sindaco di Napoli per il centrosinistra, hanno denunciato brogli. Già questo genera malessere in coloro che guardano al Pd come una realtà di legalità e di stabilità. Almeno in un’elezione gestita non tra avversari ma tra diverse anime di stesse idee ci si immaginava correttezza e regole condivise. Ed invece le primarie sono divenute un metodo semplice e poco controllato (non ci sono seggi presidiati da forze dell’ordine e non ci sono schede e strutture paragonabili alle elezioni politiche) per poter attuare ogni sorta di pressione politica al fine di imporsi come candidato di una parte. Le primarie sono risultate senza regole, e questa assenza di regole porta a far cadere questo meccanismo nelle mani di chiunque voglia influenzare il voto. Tra i rivali che cercano di puntare sul candidato più debole, sino agli eterni mediatori della politica che promettono e comprano pacchetti di voti e si rafforzano, ci sono stati dei precedenti in Campania.

Per la camorra - lo abbiamo già detto – destra e sinistra non esistono. Il Pd, quando ci furono le primarie nazionali, non si chiese, a Napoli, come mai in un solo pomeriggio avevano aderito al partito in seimila? Chi sono tutti quei nuovi iscritti, chi li ha raccolti, chi li ha mandati a fare incetta di tessere? Si era creduto che i votanti potessero essere solo i tesserati e quindi qualcuno si organizzò per tesserare masse di persone e farle pesare nell’elezione del segretario nazionale. Da chi è formata la base di un partito che a Napoli e provincia conta circa 60.000 tesserati, 10.000 in provincia di Caserta, 12.000 in quella di Salerno, 6.000 ciascuno nelle restanti province di Avellino e Benevento? Chiedersi almeno se è normale che il solo Casertano abbia più iscritti dell’intera Lombardia. E se non sia curioso che in alcuni comuni, alle recenti elezioni provinciali, i voti effettivamente espressi in favore del partito siano stati inferiori al numero delle tessere.

Fu un errore, in quella fase, che la dirigenza del Pd non intervenisse subito su questo scandalo. Dico questo perché la forza della democrazia si basa proprio sul confronto e sul fatto che quando ci sono le elezioni, il risultato viene convalidato e controllato dai candidati, i quali ne accettano così il risultato. Ci torna in mente la famosa frase di McCain, il candidato alla Casa Bianca per i repubblicani, quando dopo aver visto i risultati, dichiarò immediatamente: “Obama era il mio avversario, da oggi è il mio presidente”. Ecco, tutto questo sembra lontanissimo da quello che è accaduto a Napoli e da quello che è accaduto alle primarie. Le primarie dovrebbero essere non solo una festa della partecipazione ma proprio una dimostrazione di come dovrebbero andare le elezioni, soprattutto per un partito che si dichiara in antitesi con tutta quella che è stata la storia della politica connivente con la criminalità organizzata.
I sospetti sono tanti, anche del coinvolgimento del clan Nuvoletta di Marano, ma soprattutto di tutti quei faccendieri che cercano voti e li comprano per poter poi chiedere in cambio, al candidato, poteri e favori. Sono i fantini dei vari candidati. Che dirigono il cavallo politico alla vittoria. Quindi non creando consenso o cercando di convincere le persone ma comprando consenso. E i fantini, durante queste primarie, si sono mossi molto. Il segretario provinciale Nicola Tremante ha denunciato voti venduti da 5 a 20 euro, schede contraffatte e un clima strano, in cui sono stati fotografati a votare rappresentanti del centrodestra. Per questa denuncia si è visto aggredire nei suoi uffici, come era accaduto qualche tempo fa a Pomigliano d’Arco a due ragazzi che, in un’assemblea del Pd dove si sosteneva Andrea Cozzolino, avevano chiesto se la moralità era ancora al centro della battaglia politica.

Alle primarie potevano votare anche sedicenni e a Scampia in molti hanno raccontato di persone che raccoglievano ragazzi: in cambio di 5 euro andavano a votare. Il loro primo voto venduto. A poco prezzo ma venduto. Comprato dai clan? Non proprio ma dagli eterni mediatori che vivono nello spazio tra la politica, l’impresa e la criminalità. Lo Stato e le mafie incidono sullo stesso territorio, o si fanno la guerra, o si mettono d’accordo, come diceva Paolo Borsellino. In questo caso sembra che si siano messi d’accordo. Ci sono foto di dirigenti locali del centrodestra che andavano a votare alle primarie per il Pd, quindi coloro che dovrebbero votare formalmente contro questo candidato, alle primarie vanno a influenzare il voto. E poi ovunque il sospetto della criminalità organizzata. Cozzolino, che è il vincitore, respinge queste che lui definisce illazioni. Eppure il segretario provinciale del Pd Tremante è convinto che tutta questa macchina ha favorito un unico candidato: Andrea Cozzolino. La decisione di Bersani e della direzione del Pd di fermare tutto per fare chiarezza sembra la cosa più giusta. Bisogna comprendere immediatamente tutto.

I reporter che andavano con le loro telecamere nei seggi, venivano allontanati. Gli veniva negato il permesso di riprendere. Come se le primarie del Pd fossero qualcosa tra pochi da gestire in ombra. Insomma, alla fine di questa bruttissima storia, c’è da dire che l’immagine del Pd non viene rafforzata. C’è da dire che ci si aspetta immediatamente che i vertici nazionali del Pd intervengano e che Cozzolino chiarisca non semplicemente con un commento ma accettando che si rifacciano le primarie.

In queste ore mi viene da pensare a un’occasione perduta: quella di poter vedere come candidato Raffaele Cantone, un magistrato con una grande esperienza, in prima linea contro la camorra. Ora non so quali siano le sue intenzioni, e non so quanto il Pd sia riuscito a parlargli, a garantirgli un appoggio vero. Però c’è da dire che in queste ore si rimpiange il suo nome. E si rimpiange che al sud non si riesca a coinvolgere nella politica persone come lui che forse sarebbero state una garanzia contro tutto questo. La speranza è che davvero le cose non restino immobili, perché vedere file di cinesi votare, a un esame superficiale potrebbe sembrare una grande vittoria: la comunità di immigrati che partecipa al dibattito di un partito democratico e alla vita pubblica è il sogno di chiunque abbia a cuore davvero il proprio Paese. Poi, in realtà, vai a fare domande e nessuno sa dare risposte, stanno tutti lì, accompagnati da personaggi che li portano in cambio di soldi. Li fanno votare. Dietro a tutto questo sembra esserci, come sempre, l’ombra del potere bassoliniano ancora forte, fortissimo, che ha costruito in decenni clientele contro cui nessuno sembra potersi scontrare.

Nel centrodestra e nel centrosinistra, alle provinciali, alle regionali, alle primarie, chiunque faccia politica in Campania e a Napoli con qualsiasi schieramento, deve fare i conti con i bacini di voto bassoliniani o gli sarà impossibile qualsiasi mossa. Questa è una delle zavorre che più pesano su Napoli. Allora tutto questo inizia ad avere non più un significato di libertà quanto piuttosto il contrario, un significato di scambio: voto di scambio. E se il voto diventa quello che è già per più della metà del Paese, ossia vendere al miglior offerente la propria preferenza, la democrazia è già dissolta.

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22 gennaio 2011. Roberto Saviano tiene una lectio magistralis in occasione del conferimento della Laurea Honoris Causa in Giurisprudenza – Università di Genova.

di ROBERTO SAVIANO

Ph. © Genova24.it

Ho ricevuto la laurea honoris causa in Giurisprudenza, mi è stata conferita dall’Università di Genova; è stata una giornata per me indimenticabile. Credevo fosse fondamentale impostare la lezione, che viene chiesta ad ogni laureato, partendo proprio dall’importanza che il racconto della realtà ha nell’affermazione del diritto.

Soprattutto quando il racconto descrive i poteri criminali. Senza racconto non esiste diritto. Proprio per questo ho voluto dedicare la laurea honoris causa ai magistrati Boccassini, Forno e Sangermano del pool di Milano. Marina Berlusconi dichiara che le fa orrore che parlando di diritto si difenda un magistrato. Così facendo avrei rinnegato ciò per cui ho sempre proclamato di battermi. Così dice, ma forse Marina Berlusconi non conosce la storia della lotta alle mafie, perché difendere magistrati che da anni espongono loro stessi nel contrasto all’imprenditoria criminale del narcotraffico non vuol dire affatto rinnegare. Non c’è contraddizione nel dedicare una laurea in Giurisprudenza a chi attraverso il diritto cerca di trovare spiegazioni a ciò che sta accadendo nel nostro Paese. Mi avrebbe fatto piacere ascoltare nelle parole di un editore l’espressione “orrore” non verso di me, per una dedica di una laurea in Legge fatta ai magistrati. Mi avrebbe fatto piacere che la parola “orrore” fosse stata spesa per tutti quegli episodi di corruzione e di criminalità che da anni avvengono in questo paese, dalla strage di Castelvolturno sino alla conquista della ‘ndrine di molti affari in Lombardia. Ma verso questi episodi è stato scelto invece il silenzio.

Orrore mi fa chi sta colpevolmente e coscientemente cercando di delegittimare e isolare coloro che in questi anni hanno contrastato più di ogni altro le mafie. Ilda Boccassini, coordinatrice della Dda di Milano, ha chiuso le inchieste più importanti di sempre sulle mafie al Nord. Pietro Forno è un pm che ha affrontato la difficile inchiesta sulla P2 ed ha permesso un salto di qualità nelle indagini sugli abusi sessuali, abusi su minori. Antonio Sangermano, il più giovane, ha un’esperienza passata da magistrato a Messina, recentemente ha coordinato un’inchiesta, una delle prime in Italia, sulle “smart drugs”, le nuove droghe. Accusarli, isolari, delegittimarli, minacciare punizioni significa inevitabilmente indebolire la forza della magistratura in Italia, vuol dire togliere terreno al diritto. Favorire le mafie. Ecco perché ho dedicato a loro la lezione di cui, qui di seguito, potete leggere un ampio stralcio.

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È difficilissimo in questa fase storica italiana parlare al grande pubblico di come la parola possa contrastare un potere fatto di grandi capitali, di eversione, di forza militare, di grandi investimenti internazionali. Ogni volta che mi trovo a parlare nelle università piuttosto che in tv, c’è sempre dell’incredulità: come è possibile che lobby così potenti possano avere paura della parola?

In realtà forse la dinamica è un po’ più complessa. Non è la parola in sé, scritta, pronunciata, dichiarata, ripresa, quella che fa paura. È la parola ascoltata, sono le persone che ascoltano e che fanno di quella parola le proprie parole. È questo che incute timore alle organizzazioni criminali. Paura che non riguarda semplicemente la repressione, loro la mettono in conto, come mettono in conto il carcere. Ma quasi mai mettono in conto l’attenzione nazionale e internazionale. Che poi significa semplicemente una cosa: significa dire che queste storie non riguardano solo gli addetti ai lavori, i politici locali, i magistrati, i cronisti, ma riguardano anche noi. Quelle storie sono le nostre storie, quel problema è il nostro problema, e va risolto perché è come risolvere la nostra stessa esistenza.

Raccontare è parte necessaria e fondamentale del diritto. Non raccontare è come mettere in discussione il diritto. Può sembrare un pensiero astratto ma quando si entra in conflitto con le organizzazioni, il loro potere, il loro modo di fare, allora si inizia a capire. E si capisce perché, non solo in Italia, c’è chi investe energie e interviene non sul racconto delle cose, ma su chi le racconta. Come se il narratore fosse responsabile dei fatti che sta narrando. Si invita per esempio a non raccontare l’emergenza rifiuti a Napoli per non delegittimare la città: quindi non sono i rifiuti che delegittimano la città ma chi li racconta. Se un problema non lo racconti, e soprattutto se non lo racconti in televisione, quel problema non esiste. È una sorta di teoria dell’immateriale, ma in realtà fa capire quanto sia fondamentale la necessità di raccontare.

Non è una particolarità italiana, dicevo. In Messico per esempio negli ultimi sei mesi sono stati ammazzati 59 giornalisti: ragazzi che avevano aperto dei blog, che avevano fondato delle radio, giornalisti delle testate più importanti. Caduti per mano del narcotraffico, che è oggi il più potente del mondo e che ha deciso di impedire la comunicazione di quello che sta succedendo in Messico con una scelta totalitaria, nell’eliminazione sistematica di chiunque tenti non solo di raccontare. Qualsiasi persona che inizi a raccontare diventa immediatamente un nemico, un pericolo perché accende la luce, anche piccola, ma che può interessare.
Ricordo una persona che ho molto stimato, e avevo conosciuto quando decise di esprimermi solidarietà nei momenti più difficili della mia vita: Christian Poveda. Aveva deciso di andare in Salvador a raccontare la Mara Salvatrucha, potentissime bande di strada che controllano lo spaccio della coca. Poveda li riprende con il loro consenso e ne fa un documentario dal titolo La vida loca, meravigliosamente tragico, forte perché anche lì c’è quel principio: queste storie diventano le storie di tutti. Ebbene Poveda con questo documentario comincia ad accendere luci ovunque, anche sui rapporti tra le Maras e la politica. Iniziano ad arrivare i giornalisti. E il 20 settembre del 2009 sparano in testa a Christian, che muore in totale silenzio, sia in Italia che in Europa, lasciando in qualche modo una sorta di ormai fisiologica accettazione: hai scritto di queste cose, o meglio hai ripreso questo cose, non puoi che essere condannato.

Spesso la morte non è neanche la cosa peggiore. Chi prende questa posizione, chi usa la parola per raccontare, per trasformare, paga un prezzo altissimo, nella delegittimazione, nell’isolamento e in quello che devono pagare i loro cari. La poetessa russa Anna Achmatova vive il periodo della rivoluzione bolscevica, il regime la considera una dissidente, una sorta di scarto della società del passato da modificare. Il suo ex marito che è un grandissimo poeta, viene fucilato, bisognava indebolirla in tutti i modi. Lei era già diventata una poetessa di fama soprattutto in Francia, quindi era difficile toccarla senza dare un’immagine repressiva della Russia sovietica. La prima cosa che fanno è cercare di spezzarle la schiena poetica: le arrestano il figlio. Lei è disposta a scambiare la vita del figlio con la sua. Non serve a molto, lui resta in carcere e lei racconta una scena bellissima: ogni mattina migliaia di donne si mettevano in fila davanti alle carceri sovietiche portando dei pacchi, spesso vuoti, soltanto per vedere l’espressione del secondino. Se il secondino accettava il pacco significava che la persona, marito, figlio, fratello, padre, era viva. Se non lo accettavano era stata fucilata. Quando lei si presenta il secondino la riconosce: “Ma lei è Anna Achmatova”. Lei fa cenno di sì, e la persona che sta dietro: “Ma lei è una poetessa, quindi può raccontare tutto questo”. Lì c’è una poetessa, piccola magra, devastata dai suoi drammi, che diventa all’improvviso la speranza. I versi diventano la speranza: può raccontare, può far esistere, cioè può trasformare.

Mi sono sempre chiesto come si fa a vivere così, come hanno fatto queste persone a sopportare decenni di delegittimazione, per aver scritto poesie o anche solo delle canzoni. Come è successo a Miriam Makeba, a cui il governo bianco sudafricano ha inflitto trent’anni di esilio per il disco “Pata pata”, una canzone che racconta di una ragazza che vuole solo danzare, divertirsi, che vuole essere felice. Ma questo fa paura, voler vivere meglio fa paura, Miriam Makeba fa paura. E più canta nei teatri di tutto il mondo, più l’Africa intera si riconosce in quella canzone, che non parla di indipendenza, di lotta ai bianchi, ma di voglia di vivere e felicità. Fin quando non arriva il governo Mandela che la richiama in Sudafrica. È anche questa l’incredibile potenza della parola. Per questo sono convinto che il racconto sia parte del diritto, non può esistere il diritto senza racconto. Ma oggi, e non è solo la mia opinione, in Italia chi racconta ha paura. Certo, siamo in una democrazia, non abbiamo a che fare con un regime, con le carceri. Non siamo in Cina. Ma non si può negare che chiunque oggi decida di prendere in Italia una posizione critica contro il potere, contro il governo, rischia la delegittimazione, rischia di essere travolto dalla macchina del fango. Quando accende il computer per iniziare a scrivere sa già cosa gli può succedere. La formula è scientifica e collaudata: “Se tu racconti quello che dai magistrati è considerato un mio crimine, io racconto il tuo privato. Tutti hanno scheletri nell’armadio, quindi meglio che abbassiate lo sguardo e molliate la presa”.

Ma per gli intellettuali raccontare è una necessità, comunque la si pensi. E in queste ore il loro compito è quello di dire che non siamo tutti uguali, non facciamo tutti le stesse cose. Certo, tutti abbiamo debolezze e contraddizioni, ma diverso è l’errore dal crimine, diversa è la corruzione dalla debolezza. Mentre si cerca di far passare il concetto che siamo tutti “storti” per coprire le storture di qualcuno. Oggi si parla molto di gossip e il gossip è rischioso, perché lo si usa per nascondere i fatti emersi dalle inchieste e per dimostrare che “fanno tutti schifo”. E il compito, ancora una volta, delle persone che ascoltano, che scrivono e che poi parlano, è quello di discernere, di capire, ovunque esse siano, con i figli a tavola, nei bar, comunque la pensino.

C’è una bellissima preghiera di Tommaso Moro: Dio aiutami ad avere la forza di cambiare le cose che posso cambiare, di sopportare le cose che non posso cambiare ma soprattutto dammi l’intelligenza per capire la differenza. Questo è il momento in cui in noi possiamo trovare la forza di cambiare e comprendere finalmente che non dobbiamo credere che tutto quello che accade sia inevitabile e quindi soltanto sopportare.

Infine, dedico questa laurea e questa giornata, che ovviamente non dimenticherò per tutta la vita, a tre magistrati: alla Boccassini, a Forno e a Sangermano, che stanno vivendo, credo, giornate complicate solo per aver fatto il loro mestiere di giustizia.

Ph. © Matteo Rainisio

GENOVA, 22 gennaio 2011 – Roberto Saviano è stato insignito della Laurea Honoris Causa in giurisprudenza dall’ateneo di Genova per ”l’importante contributo a difesa del principio di legalità, asse portante dello Stato di diritto”. Con queste parole il preside di Giurisprudenza, professor Paolo Comanducci ha attribuito la laurea allo scrittore.

Grazie a Matteo Rainisio di Genova24.it per le foto.

Immagine anteprima YouTube

Fotografie eseguite dal photoreporter Valerio Bispuri.
http://www.valeriobispuri.com
Musiche di Eugenio Bennato: Tema di Isabellina.

L’Università di Genova conferisce a Roberto Saviano la Laurea Honoris causa in Giurisprudenza.
“Il racconto del potere criminale come affermazione del diritto” è il titolo della discorso che Roberto Saviano terrà a Genova, sabato 22 gennaio 2011
, durante la cerimonia di conferimento della laurea.

Roberto Saviano

Ateneo blindato: sabato, in occasione dell’avvio dell’Anno Accademico, l’Università genovese concederà la laure honoris causa in Giurisprudenza allo scrittore “per l’importante contributo alla lotta contro la criminalità e alla difesa del principio di legalità nel nostro Paese”
di MICHELA BOMPANI

Ateneo di Genova blindato: sabato alle 10.30, il giornalista e scrittore Roberto Saviano riceverà la laurea honoris causa in Giurisprudenza dall’Università di Genova, durante la cerimonia ufficiale di inaugurazione dell’anno accademico 2011-2012.

“Per l’importante contributo prestato, attraverso la sua coraggiosa attività di giornalista e scrittore, alla lotta contro la criminalità organizzata e alla difesa nel nostro Paese del principio di legalità, asse portante dello Stato costituzionale e democratico di diritto”: questa è la motivazione con cui la facoltà di Giurisprudenza dell’ateneo ligure ha deciso il conferimento della laurea, la seconda per Roberto Saviano, laureato in Filosofia, nel 1979, all’Università di Napoli Federico II.

Sarà una cerimonia blindata, per ovvi motivi di sicurezza, quella di sabato nel palazzo del Rettorato, in via Balbi 5 a Genova: nella sala delle sculture del Giambologna. Tutti i cittadini potranno però seguire in diretta lo svolgimento dell’inaugurazione sul maxischermo che sarà installato nella piazzetta antistante la biblioteca universitaria, sempre in via Balbi.

Il clou della cerimonia avverrà con la “vestizione” del laureando Saviano, l’assegnazione della laurea honoris causa e la consegna, da parte del rettore Giacomo Deferrari, del diploma e della medaglia d’oro dell’Università di Genova. Saviano, in toga, terrà poi la sua lectio magistralis “Il racconto del potere criminale come affermazione del diritto”.

Il programma delle celebrazioni prevede, in apertura della mattinata, il discorso augurale del rettore Deferrari, seguiranno i saluti dei rappresentanti in consiglio d’amministrazione degli studenti, Simone Baldini, e del personale tecnico amministrativo, Luisa Piano. Il preside della facoltà di Giurisprudenza, Paolo Comanducci, leggerà la motivazione del conferimento della laurea honoris causa e Paolo Pisa, professore di Diritto penale, terrà la “laudatio” di Saviano.

Roberto Saviano

Wikileaks, nuovi file sull’Italia: “Politici non combattono mafia”
Scetticismo anche sul Ponte sullo Stretto: “Mancano le strade”. Rivelazioni sull’Afghanistan: le province sotto controllo italiano erano nel mirino dei razzi talebani. Alcuni gruppi di terroristi avrebbero operato sotto direttive del governo iraniano

ROMA – Dall’Afghanistan alla mafia, nuove clamorose rivelazioni sull’Italia dai file di Wikileaks.

Scarso impegno contro la mafia. “Anche se le associazioni imprenditoriali, i gruppi di cittadini e la Chiesa, almeno in alcune aree, stanno dimostrando promettente impegno nella lotta alla criminalità organizzata, lo stesso non si può dire dei politici italiani, in particolare a livello nazionale” scrive J. Patrick Truhn, console generale Usa a Napoli, in un dispaccio del giugno 2008. “Come ci ha ricordato Roberto Saviano, il tema (della lotta alla criminalità organizzata, ndr) è stato virtualmente assente dalla campagna elettorale di marzo-aprile” continua Truhn. Il diplomatico suggerisce a Washington di “lavorare per fare presente al nuovo governo che la lotta al crimine organizzato è una seria priorità del governo Usa, e che i drammatici costi economici della criminalità sono un argomento convincente per una azione immediata”.

L’incontro con lo scrittore. “Quelli che lottano contro la mafia – sottolinea il console
- hanno bisogno di essere considerati come dei modelli reali. E Saviano può ben essere su questa strada”. Lo scrittore infatti “appare regolarmente sulla stampa e sui media radiotelevisivi non come un’autorità per la gente, ma – ed è più importante – come una bussola per coloro che sono disposti ad ascoltare”. Infine il dispaccio riporta un incontro tra il diplomatico e lo scrittore. “Quando gli abbiamo chiesto come il governo degli Usa, al di là della cooperazione giudiziaria, potrebbe supportare al meglio la lotta al crimine organizzato, Saviano, in aprile, ha risposto: ‘Solo parlando della questione, le date una credibilita’ che il resto del mondo, italiani inclusi, non può ignorare”.

Il Ponte sullo Stretto piace alla Mafia. Il ponte sullo Stretto “servirà a poco senza massicci investimenti in strade e infrastrutture in Sicilia e Calabria. E la Mafia potrebbe essere la prima beneficiaria di questa opera, di cui si parla da decenni. Il Ponte potrebbe essere una miniera d’oro per la criminalità” sostiene Truhn, che analizza la situazione in Sicilia, dopo lo scontro politico tra Raffaele Lombardo e “il partito del premier Silvio Berlusconi”. Il “grandstanding” (teatrino) politico ha “bloccato una operazione di trivellazione per gas lo scorso anno e minaccia di rinviare un importante sistema di comunicazione satellitare della Marina statunitense”.

L’allarme ‘ndrangheta. “Se la Calabria non fosse parte dell’Italia, sarebbe uno Stato fallito. La ‘ndrangheta controlla infatti “vaste porzioni del suo territorio e della sua economia”. “Loiero (ex presidente della Regione ndr) non è stato in grado di offrire nessuna soluzione alle difficoltà della regione. Quando gli è stato chiesto come immaginava utilizzare i circa 14 milioni di euro che l’Ue aveva stanziato per la Calabria, ha dato una vaga risposta e ha cambiato argomento”.

I preti “eroici”. “La Chiesa cattolica viene criticata per non assumere una forte posizione pubblica contro il crimine organizzato. Uno dei pochi preti che lo ha fatto, padre Luigi Merola, è ora sotto scorta, così come il vescovo di Piazza Armerina Michele Pennisi” scrive Truhn, che suggerisce a Washington di “cercare cooperazione nel Vaticano”.

Il Ponte sullo Stretto non serve. Il ponte sullo Stretto “servirà a poco senza massicci investimenti in strade e infrastrutture in Sicilia e Calabria” scrive J. Patick Truhn, console generale Usa a Napoli in un dispaccio del giugno 2009 in cui si analizza la situazione in Sicilia, dopo lo scontro politico tra Raffaele Lombardo e “il partito del premier Silvio Berlusconi”. Il “grandstanding” (teatrino) politico ha “bloccato una operazione di trivellazione per gas lo scorso anno e minaccia di rinviare un importante sistema di comunicazione satellitare della Marina statunitense”.

Afghanistan, 2007. I missili dell’Iran erano puntati contro obiettivi nelle province afghane sotto comando italiano, Herat e Farah. Tra i bersagli anche il Prt di Farah, gestito dagli americani. Nei nuovi file di Wikileaks si legge: “Gli iraniani hanno detto di aver puntato i missili contro questi bersagli perche si aspettano un attacco statunitense contro la Repubblica islamica”.

Dai dispacci emerge anche che alcuni gruppi talebani “operano sotto direttive emanate dal governo iraniano”, e non solo: “Il governo iraniano ha dispiegato truppe lungo il confine con il distretto di Ghoryan nella provincia di Herat” si legge nel file, “e pianifica di offrire supporto agli insorti”.

I file. Nel dispaccio militare Usa datato 24 giugno 2009 si può leggere che: “Il gruppo talebano di Gholam Yahya Akbary (GYA) è in possesso di alcuni razzi iraniani e mine a pressione per lanciare attacchi nel distretto di Ghozareh, a sud di Herat. Il gruppo ha ricevuto tutto l’equipaggiamento ed i finanziamenti dall’Iran, e dimostra le sue attività alla Repubblica islamica, talvolta sparando razzi e granate su Camp Arena e altri obiettivi”. A luglio 2009, kamikaze arrivati da “Iran e Pakistan” e “coordinati da figure di primo piano dell’intelligence iraniana” pianificavano attacchi suicidi a Herat.

In un altro file datato agosto 2009, si riferisce che il GYA “ha ricevuto sostegno finanziario da un alto ufficiale dell’intelligence iraniana, e progetta attacchi contro la città e l’aeroporto di Herat dopo le elezioni”. Dispacci confermati dalla cronaca: in quelle settimane si contarono almeno due attacchi a colpi di razzi contro Camp Arena, senza fortunatamente causare vittime nè danni.

Talebani e armi. In altri file, si delineano le attività di addestramento dei talebani all’uso e all’assemblaggio dei micidiali Ied. In un dispaccio del settembre 2009 si fa riferimento a “sei mine anticarro molto potenti ricevute dall’Iran” che i talebani “utilizzeranno contro le forze della coalizione internazionale o esponenti di spicco della polizia afghana”.